Airless

Wie funktioniert Airless?

Airless Zerstäubung bedeutet Zerstäubung ohne Druckluft („airless = luftlos“).

Das Prinzip der Airless Zerstäubung ist Flüssigkeit mit hohem Druck durch eine speziell geschliffene Düse zu pressen. Der benötigte Druck kann ca. 10 bis 500 Bar betragen. Airlessdüsen gibt es in Durchmessern von 0,18 bis ca. 1,32 mm. Die Zerstäubung erfolgt durch die Expansionskräfte beim Düsenaustritt.

Airless Spritzpistole

Die Vorteile beim Airless spritzen?

Mit einem Airless Gerät können große Mengen Flüssigkeit schnell zerstäubt werden. Es ist auch möglich dickflüssige Medien zuverarbeiten. Der schnelle Aufbau von hohen Schichtstärken ist hierdurch möglich. Im Vergleich zu luftzerstäubenden Spritzverfahren entsteht beim Spritzen im Airlessverfahren sehr viel weniger Overspray. Nicht jede Flüssigkeit lässt sich Airless zerstäuben.

Mit Airless Geräten zu verarbeitende Flüssigkeiten sind zum Beispiel viele Arten von Farben, Lacken, Dispersionen sowie schwerer Korrosionsschutz.

Der Aufbau des Airlessgerät

Ein Airlessgerät besteht in der Basis aus einer Pumpe, einem Schlauch und einer Spritzpistole mit einer Airless Spritzdüse.

Eine Airlesspumpe ist eine Kolben- oder Membranpumpe die den erforderlichen Druck erzeugt. In einem geeigneten Hochdruckschlauch transportiert man das Beschichtungsmaterial zur Spritzpistole. Die Spritzpistole ist das Ventil mit welchem ich die Materialzufur zur Spritzdüse steuere. Am Ende verlässt das Beschichtungsmaterial das Gerät durch die Airless Spritzdüse. Hierbei zerreißt das Beschichtungsmaterial durch die Expansionskräfte bei Düsenaustritt.

Arbeiten mit einem Airlessgerät

Zum Arbeitsbeginn muß das Gerät mit Beschichtungsmaterial gefüllt werden. Hierzu fülle ich das Beschichtungsmaterial in den Ansaugbecher oder stecke das Ansaugrohr in das Liefergebinde mit dem, je nach Ausführung des Gerätes. Anschließend wird das Beschichtungsmaterial über die Spritzpistole solange im Kreis gepumpt bis das Gerät vollständig mit Beschichtungsmaterial gefüllt und Spritzbereit ist. Abschließend wird die Düse noch auf die Spritzpistole montiert. ACHTUNG hierzu immer den Abzug sichern, jede Airlesspistole verfügt über eine Abzugssicherung, meistens ein Hebel der den Abzug sperrt. Nach der Montage der Düse die Pistole wieder entsichern und das Spritzbild auf einer Pappe oder an einer später nicht sichtaren Stelle des zu beschichtenden Objekt prüfen. Nun ist das Gerät spritzbereit und ich kann mit der Arbeit beginnen.

Reinigen des Airlessgerät

Nachdem die Arbeit abgeschlossen wurde, muß das Gerät gereinigt werden sofern das zu verarbeitende Beschichtungsmaterial wechselt, droht im Gerät auszuhärten oder sich stark zu entmischen. Das Beschichtungsmaterial muß wieder vollständig aus dem Gerät entfernt und die Innenräume des Gerätes von Resten des Beschichtungsmaterial befreit werden. Hierzu wird ein geeigneter Reiniger benötigt. Zuerst die Spritzdüse entfernen, die Sicherung der Spritzistole nicht vergessen. Anschließend wieder entsichern und das restliche Beschichtungsmaterial in das Gebinde des Beschichtungsmaterial oder in einen Abfallbehälter aus dem Gerät herauspumpen. Im nächsten Schritt das Gerät mit Reiniger befüllen und diesen durch das Gerät im Kreis pumpen. Hierbei darauf achten das der Pumpendruck so eingestellt ist das die Pumpe nur etwas schneller läuft als beim Arbeiten mit dem Gerät. Wenn die Reinigungsflüssigkeit lange genug im Kreis gelaufen ist, diese aus dem Gerät in einen Abfallbehälter pumpen. Diesen Vorgang solange wiederholen bis ausreichend sauberer Reiniger das Gerät verlässt. Dann die Düse wieder auf die Pistole montieren und mit dem im Gerät befindlichen Reiniger ebenfalls Freispritzen. Abschließend über die Geräte Druckentlastung ebenfalls Reiniger herauspumpen bis auch hier ausreichend klarer Reiniger austritt.

Bei der Geräte Druckentlastung handelt es sich um einen Ventil das der Druckentlastung im Falle von Verstopfungen dient. Es ist auch möglich den Spülvorgang der Pumpe über einen Rücklaufschlauch oder -rohr das sich an diesem Ventil befindet auszuführen.

Abschließend wird noch Düse, Filter, Spritzpistole und gegebenenfalls den Schlauch von aussen gereinigt. Das Gerät selber sollte beim Beschichten immer so aufgestellt sein das es nicht vom Farbnebel verschmutzt wird.

Der beim Reinigen entstehende Abfall wird fachgerecht entsorgt werden.

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Michael Kessner

Seit 1991 in Beratung, Planung und Verkauf von Spritzgeräten und Systemen für Industrie und Handwerk tätig. Vor der Selbstständigkeit war ich bei einem namhaften Graco und ITW Händler, Böllhoff Verfahrenstechnik, Graco und der J.Wagner GmbH beschäftigt. Ein großer Teil meiner ersten Kunden halten mir noch heute die Treue.